Liebeskummer kann tödlich sein: broken heart syndrome



Am Stärksten betroffen sind Frauen nach den Wechseljahren. Liebeskummer, aber auch starker Stress mit anderen Ursachen kann zu akuten Herzproblemen führen, die teilweise auch klinisch kaum von den Symptomen eines Herzinfarkts zu unterscheiden sind. Die Ursachen des Broken Heart Syndromes sind noch nicht vollständig geklärt. Viele er Patienten/innen weisen signifikant erhöhte Werte von "Stresshormonen" auf, d. h. von Adrenalin, Noradrenalin, Metanephrine und Vanillinmandelsäure (einem Abbauprodukt von Adrenalin und Noradrenalin). Das Borken Heart Syndrome wird daher auch als Stress-Kardiomyopathie bezeichnet.
Akut veräbert sich dann die Aktivität des Herzmuskels, sodass es zu einer Verkrampfung der Herzkranzgefäßwand oder zu einer Überladung mit Kalzium kommt und damit zu einer Überreizung der Herzwand. Die Erkrankung tritt fast immer unmittelbar nach starken emotionalen Belastungen auf. Als Auslöser gelten neben akutem Liebeskummer auch der Verkust eines nahestehenden Angehörigen, einem heftigen Streit oder Traumata wie Naturkatastrophen, Unfällen oder einem Überfall.

Bei den meisten Patienten sind die Prognosen günstig. Nach einigen Wochen ist die Herzfunktion bei den meisten Patienten mit Broken Heart Syndrome wieder normalisiert. Die Sterblichkeitsrate liegt lediglich bei ca. 3 %.

Stairway to hell: Wie Musikrichtungen Todesursachen beeinflussen





Die Epigenetik hat gezeigt, wie signifikant unsere Lebensweise zu unserer Gesundheit und unserer Lebenserwartung beiträgt. Ein (englischsprachiger) Artikel analysiert die Lebenserwartung professioneller Musiker. Die Abbildung oben zeigt, wie diese - je nach Musikrichtung/ Genre - über oder unter der durchschnittlichen Lebenserwartung von Frauen bzw. Männern in der USA liegt. Die Abbildung unten differenziert die Todesursachen. Nicht zufällig ist Mord die Haupttodesursache bei Rap- und Hip-Hop Musikern. Auch dass die Selbstmordrate bei Gospelmusikern deutlich unter dem Durchschnitt liegt, ist wenig erstaunlich. Vor epigenetischem Hintergrund sind allerdings auch andere Zahlen erklärbar. Z. B. dass Musiker, die Blues spielen, die traurigste der Musikrichtungen, weit überdurchschnittlich oft an Herz-Kreislaufkrankheiten sterben.
 
Ähnliche Statistiken gibt es übrigens natürlich auch für andere Berufe.


Angst ist vererbbar



Brian Dias und Kerry Ressler von der Emory University School of Medicine in Atlanta (Georgia) hatten in einem Experiment Mäusen Elektroschocks verabreicht, während sie den Duft von Kirschblüten rochen. Die Mäuse assoiziierten den Duft daraufhin mit Gefahr bzw. Angst.
Auch die Nachkommen dieser Mäuse reagierten auf Kirschblüten-Duft mit ängstlichem Verhalten.  Sowohl bei den Mäusen der ersten als auch der nachfolgenden Generation war die Struktur der Gehirnregionen verändert, die mit dem Geruchssinn zusammenhängt
In einem weiteren Experiment erzeugten Wissenschaftler mit dem Sperma männlicher Mäuse der ersten (dem Duft direkt ausgesetzten) Generation mittels künstlicher Befruchtung eine dritte Generation. Auch diese hatten dieselben strukturellen Veränderungen in der Struktur der Hinregionen, die Gerüche verarbeiten.


Zum Artikel (Spiegel online)

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